Prokastination. Und der Weg heraus.

Prokastination. Und der Weg heraus.

In letzter Zeit war ich wirklich faul. Und mit letzter Zeit meine ich die letzten zwei Jahre. Vielleicht sogar die Zeit davor.

Damit meine ich nicht die Arbeit, sondern viel mehr die Freizeit. Sobald ich keine Lust mehr habe, meine Arbeit zu erledigen, muss ich mir etwas anderes suchen. Und ich mag meine Arbeit 🙂

Prokastination. Und der Weg heraus.

Ein paar Beispiele, WIE faul ich teilweise war:

  • Ich habe einen Monat lang meinen Staubsaugerroboter (das alleine ist ja schon faul) nicht die 10 Zentimeter nach vorne geschoben, die notwendig gewesen wären, dass er sich wieder aufladen kann.
  • Viiiiiiele Posts auf der Soup. 2 Klicks sind einfach bequemer, als sich Gedanken über einen geschriebenen Artikel zu machen. Plus schöne Frauen auf Bildern.
  • Meine Küche habe ich das letzte mal vor einem halben Jahr benutzt. Außer dem Pizzarohr (so heißt es doch, oder?). Ich habe nicht einmal gewusst, wo ein Flaschenöffner zu finden wäre.
  • Wenn meine Mama die Wäsche gewaschen hat (…), legt sie sie zusammengefaltet auf meine Couch. Da liegt sie, bis ich mich anziehe. Und mein Kasten schaut auch leer schön aus.

Mein Lebensstil ist noch dazu sehr prokastinationsfördernd. Es gibt keine fixen Zeiten, wann ich aufstehen muss und wann ich was erledigen sollte.

Letztes Wochenende war dann sehr zufriedenstellend. Tanja hat mich in Innsbruck besucht, und ich musste einfach ein wenig aufräumen, und meine Wohnung auf Vordermann bringen. Außerdem mag ich wirklich Ordnung. Das funktioniert normalerweise immer gut, wenn ich gerade alles hergerichtet habe, bis das erste mal wieder etwas herumliegt. Aus diesem Grund hatte ich die Idee, dass wenn wenig herumliegt, die Ordnung länger hält.

Wie einige von euch schon mitbekommen haben, verkaufe ich deshalb alle Sachen, die ich nicht brauche. Es klingt unglaublich, aber ich habe einen wirklich guten, schönen Fernseher gehabt, den ich heuer drei mal benutzt habe. Zwei mal, weil ich mit Natascha vor dem Auftritt WM geschaut habe, und einmal, weil Tanja fernsehen wollte. Nun ist er weg, und mein Zimmer schaut viel feiner aus. Ein großer Schreibtisch, auf dem nichts außer meinem Bildschirm, der Tastatur, den Boxen, dem Keyboard und dem Drumcomputer liegt. Beautiful.

Genau das gleiche habe ich mit meiner Xbox gemacht. Und es werden noch viele andere Sachen folgen (außer meiner Unterwäsche). Wenn also jemand etwas cooles haben möchte (ich stehe auf High-Tech Gadgets und Geräte), meldet euch.

Dank Raphi bin in nämlich auf einen Gedanken gekommen (Ein Zitat von jemandem, von dem ich seinen asiatischen Namen vergessen habe)

Perfekt ist nicht, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.

Das ist nun mein erstes Ziel: Alle unnötigen Sachen loswerden.

Das zweite ist etwas, das ich am Anfang dieses Jahres, als ich ziemlich schlecht drauf war, eine Weile gemacht habe. Nach 23:00 gibt es keinen Computer oder Fernseher mehr. Alles, was nach dieser Zeit gemacht wird, kann genauso am nächsten Morgen gemacht werden. Das heißt nicht, dass ich um elf schlafen gehe, aber ich verschwende keine sinnlose Zeit mehr mit Surfen im Internet oder Anschauen von unterdurchschnittlichen Fernsehserien. Dazu werde ich noch einen Artikel schreiben.

Das Resultat davon: Mehr Energie für den ganzen nächsten Tag, mehr Sonnenzeit durch früheres Aufstehen, und fokussierteres Arbeiten. Great Stuff.

Das dritte, das ich gerade jetzt in Angriff nehme, ist eine ordentliche Liste zu erstellen, mit allen Sachen, die ich zu tun habe. To-do Listen abhaken macht mich glücklich, und gibt mir das Gefühl, wirklich was getan zu haben. Auch wenn es nur etwas kleines ist.

Der vierte Punkt: Ich erzähle allen Leuten, was ich mache. Ich weiß, ich mache noch nicht alles davon so gut, wie es sein könnte, aber durch das Erzählen baue ich mir selber einen Druck auf, das alles auch wirklich durchzuführen. Im Voraus also schon herzlichen Dank für eure Hilfe 😉

Have a nice Day!

Fischi

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