Die England Saga – Teil 3

Die England Saga – Teil 3

„No more years of hurt… No more need for dreaming…“

In den Lyrics zu „Football’s coming home“ steckt die Hoffnung aller Englandfans. Heute sogar die Hoffnung aller, die nicht in Deutschland zuhause sind. In den deutschen Fernsehsendern feiern die Deutschen schon. Der einzige nicht ganz so euphorische Mensch ist der Kaiser, der Franz Beckenbauer, dem ddie englische Aufstellung ein wenig Sorge bereitet.

James – Johnson, Upson, Terry, A. Cole – Milner, Lampard, Barry, Gerrard – Defoe, Rooney

Die sollens heute richten. So lange das Spiel nicht länger als 120 Minuten dauert, mache ich mir keine großen Sorgen. Doch in einem Elfmeterschießen möchte ich England nicht sehen. Wenn Typen wie Gerrard, Rooney und Lampard, die normal mit 150 km/h einem Hund die Flöhe auf 30 Meter wegschießen können zum Punkt schreiten, und die Hoffnung von Millionen Fans auf dem Rücken tragen, kann ich nicht zuschauen. Sie selbst wahrscheinlich auch nicht. In den letzten Turnieren, in denen England vertreten war, wurde der Fortschritt fast immer durch ein Elfmeterschießen gestoppt worden. Ich mag gar nicht daran denken.

Die große Frage stellt sich nun, ob ich den Deutschen oder den Engländern beim Kommentieren zuhören soll. Am liebsten würde ich englisch schauen, aber eine bestürzte deutsche Aussage zum 1:0 für England möchte ich mir auch nicht entgehen lassen.

Die letzten Spots laufen. Es sind noch 15 Minuten bis zum Anpfiff.

Marcel Reif wird der Kommentar für mich. Vorerst. Er erklärt gerade die heuer umgekehrte deutsche Steigerung der Leistung im Turnier. Die alte Taktik, mit den Spielen stärker zu werden, hat eigentlich besser funktioniert. Heuer werden sich dadurch auch die Ausreden eher auf die Schiedsrichter belaufen.

Deutschland in weiß. Das bedeutet laut Herrn Reif, dass Deutschland auch der Gastgeber ist. Bei der Internationalität der Mannschaft könnte das auch durchaus zutreffen. Gerade diese Diversität tut dem deutschen Spiel gut.

Im Stadion singen gerade 40000 englische Fans, 30 Betreuer und 11 Spieler die englische Hymne. Unterstützt von Mick Jagger. Bei Deutschland hat sicher die Lena ganz laut mitgesungen. Auch wenn es wahrscheinlich ziemlich gebrochen und falsch artikuliert geklungen hat, konnte man die alte österreichische Kaiserhymne gut erkennen.

Und das ist der Anstoß!

Und der Abpfiff.

Torkamera.

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